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SPIEL ’25: Tag 2

24.10.25
Erstellt am
Sascha
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Berichte: Tag 1 | Tag 2 | Tag 3

Es ist Freitag Abend, ich bin hundemüde. Aber hey, lieber tippe ich jetzt noch als komplett übermüdet morgen früh. Daher nun noch mein Messebericht vom heutigen Tag, der zumindest von der Zahl der gespielten Titel etwas kleiner wurde als der vom Tag zuvor.

Begonnen hat der Tag mit… Stau. Wow. Essen ist echt komplett überfordert mit dem Verkehr zu Messezeiten. Für mich ging es zum Glück nur zu P1, aber wenn man so etwas querliest sind auch die anderen Parkplätze nur über lange Autoschlangen zu erreichen. Immerhin habe ich noch nicht viel Negatives über die Pendelbusse gelesen. Vielleicht klappt das zumindest in diesem Jahr einigermaßen.

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Tal der Gnome

Kurz nach Zehn, unter den einströmenden Massen, haben wir halt – heute in vergrößerter Runde zu viert – bei Strohmann Games gemacht, dessen Spieltische zu dem Zeitpunkt noch überwiegend unbesetzt waren. Das Tal der Gnome wurde zum Favoriten auserkoren. Die anderen Neuheit Spektakulär kannten wir bereits, ich habe die englische Ausgaben seit einigen Monaten zu Hause liegen. Rock Hard 1977, im Vorjahr bei Devir erschienen, war zumindest mir und Dirk bereits bekannt. Also ab zu den kleinen Menschen. Highlight vor dem ersten Wort zu den Regeln: ich wollte erst anmerken, dass das Spielerboard in Dual Layer sicher besser gewesen wäre, damit die dort platzierten Marker nicht verrutschen. Aber: das Ding ist magentisch! Mega! Ich habe das Brett hoch, drehe es auf den Kopf und wieder zurück und alles sitzt wie angegossen. So unglaublich gut. Da können selbst zwei Schichten Pappe einpacken. Zurück aber zu den Gnomen selbst: Runde für Runde lege ich erst zwei Plättchen an den in der Mitte liegenden Baumstamm an und versuche damit „Kreise“ zu bilden. Ist mir das gelungen, darf ich die auf dem Kreis abgebildeten Pilze sammeln, die ich im Laufe des Spiels möglichst gewinnbringend am Markt verkaufen möchte, das mir wiederum Siegpunkte einbringt. Um einen solchen Kreis zu beanspruchen, platziere ich (möglichst früh) einen meinen beider Gnome darauf (nennt man die dann Gnomeeple? Gneeple? Ich weiß nicht). Je nach Größe der für den Kreis verwendeten Plättchen darf ich einen der vielen Marker auf meinem Spielbrett versetzen, um damit weitere Aktionen auszuführen, neue Pilze zu erhalten, die Blumentöpfe ins Spiel zu bringen, die auch Siegpunkte bringen. Optisch nicht ganz mein Fall, auch wenn die Blumen beispielsweise toll aussehen. Aber ist am Ende sehr subjektiv. Spielerisch… schwierig. Auch nicht mein Fall Spiel glaube ich. Kann auch gar nicht direkt sagen, was mich hier gestört hat. Wir haben keine vollständige Partie gespielt, daher ist das wieder ein reiner schneller Ersteindruck nach 30-40 Minuten Spielen. Das Spiel macht nichts falsch, aber auch nichts so richtig, als dass ich sage: muss ich haben. Würde ich es nochmal spielen? Klar, warum nicht.

Nette Anekdote hierzu: nach der Regelerklärung spielen wir unsere Züge, bis eine Regelfrage aufgetreten ist. Unsere Erklärbärin ist bereits weiter gezogen, daher war sie spontan nicht greifbar. Zu dem Zeitpunkt kam ein Mann an den Tisch getreten und fragte uns überraschend auf Englisch, ob wir Fragen hätten, er könne uns ganz sicher helfen. Alles waren etwas irritiert, da jener Mann eben auch kein Shirt von Strohmann trug, wie alle anderen am Stand. Es stellte sich jedoch kurz darauf heraus: es war der Autor des Spiels höchstpersönlich. Und natürlich konnte er unsere Regelfrage in Kürze beantworten. Danke Ammon!

Coming of Age

Weiter in Halle 3. Keine SPIEL vergeht seit einigen Jahren, ohne dass ich mir ein Spiel von Dani bei Ludonova erklären lassen. Im letzten Jahr war es das inzwischen bei Pegasus erschienene Men Nefer. Neuheit beim spanischen Verlag in diesem Jahr ist Coming of Age. Und nein – so auch die erste Begrüßung – es ist keine Neuauflage von „Das Streben nach Glück“. Ich bin jedenfalls großer Fan von ihren Erklärungen, da man die Leidenschaft und Freude bei jedem Satz spürt. Wenn du danach nicht weißt, wie das Spiel funktioniert, hast du definitiv etwas falsch gemacht. Danke an dich auch nochmal an dieser Stelle! Es ist und bleibt wirklich immer ein Highlight der Messe für mich. Nun, aber wie fasse ich das Spiel nun zusammen? Es ist schwierig, ohne hier wirklich Romane zu schreiben. Wir spielen über mehrere Runden unser Leben im Alter von 9 bis 18 Jahren. Über Würfel, in der ersten Runde lediglich ein einziger W4, der uns eine Aktion ermöglicht, werden in den darauffolgenden Runden W6, W8 und W10 eingesetzt. Wir entscheiden uns damit für verschiedene Lokationen, an denen wir Freunde treffen, Erinnerungen schaffen und… einfach gesagt: leben. Dabei belohnt uns das Spiel mit nahezu jeder Aktion. Hier ein Siegpunkt, hier jener Bonus. Über verschiedene Emotionsleisten, anfänglich sind lediglich zwei aktiv, entwickeln wir uns selbst über vielfältige Erlebnisse weiter. Wie ich bereits geschrieben habe: ich tue mir echt schwer, das Spiel in Worte zu fassen, da ich nicht weiß, wo ich anfange und wo ich aufhöre. Daher vielleicht direkt zu meinem Eindruck: optisch gibt es hier aus meiner Sicht an keiner Stelle nur einen winzigen Punkt auszusetzen. Das Spiel brilliert auf dem Tisch. Wundervolle Illustrationen, tolle Farben, tolles Material. Ich als Würfelfan: diese transparent-farbigen Würfel – ein Traum. Wir kommen jedoch auch zu einem Aber, auch wenn ich das doch etwas in Klammern setzen muss: nach so einer halben, verkürzten Partie ist es schwierig, das Spiel zu bewerten. Es ist ein schneller Ersteindruck. Eben jener Eindruck hat mich aber nicht ganz überzeugt. Aber das waren auch die Worte von Dani selbst… man braucht mal 1-2 Partien, um in das Spiel einzusteigen, dass die (doch vielfältigen) Regeln sitzen. Dann geht das alles flotter von der Hand. Was mich aber wirklich gestört hat: die Belohnungen. Nahezu jede Aktion, egal wo ich sie durchgeführt habe, hat mich belohnt. Und dabei aber eher Stress erzeugt. Schiebe ich den Marker hier nach links bekomme ich dies. Der da unten nach rechts, jenes. Wähle ich das: Bonus! Und hier drüben: Bonus! Das ermöglicht mir schier eine Unzahl an Dingen, die ich bei der Planung meiner Züge berücksichtigen kann (oder sollte). Vielleicht wird das nach einigen Partien klarer, aber das hat mich definitiv zu Beginn überfordert. Trotzdem: ein Spiel, dass ich jederzeit nochmals spielen würde, besser gesagt: einmal richtig spielen würde. In Ruhe. Zu Hause.

Very Dead Dinos

Bereits kurz nach der Partie Coming of Age auf den Weg in Halle 5 haben wir kurz an einem freien Tisch bei Pegasus gehalten. Die Dinosaurier haben uns traurig angeschaut, sie sind vom Aussterben bedroht und möchten natürlich überleben. Jeder erhält einen Dinosaurier mit einer individuellen Spezialfähigkeit. Dazu wird jede Runde eine Naturkatastrophe verdeckt auf die Hand gezogen, mit Werten von 1-11. Nun entscheiden wir reihum, ob wir diese Katastrophe behalten oder unter gewissen Regeln tauschen wollen. Am Ende verliert derjenige Dino einen Lebenspunkt mit der kleinsten Katastrophe. Dass das Ganze aber nicht allzu langweilig wird, setzen einige der Katastrophen andere außer Kraft, schützen gewisse Dinosaurier oder ändern die Regeln ab. In Summe ein schnelles Kartenspiel, ohne dass man viel nachdenken musst. Erinnert mich so ganz grob an Exploding Kittens, mit dem ich nie wirklich warm wurde. Die Dinos hier haben hier ihren Charme, aber ist nicht meine Art Spiel. Sicher aber ein Spaß für Gelegenheitsspieler, auch in größeren Runden. Das Spiel unterstützt bis zu 6 Spieler. Es gibt jedoch zwei Editionen, die beide auch kombiniert werden können und damit die Zahl der möglichen Mitspieler erhöht.

Azul Duel

Nach einer doch eher längeren Mittagspause ohne großes Spiel sind Dirk und ich alleine bei Asmodee in Halle 7 gelandet und haben uns an einem der zahlreichen Tische platziert, die das neue Azul Duel angepriesen haben. Wir beiden können und mögen das „klassische“ Azul. Ich kenne keiner der vielen anderen Varianten, war aber trotzdem sehr gespannt auf die Duell-Variante, da ich bisher fand, dass selbst das klassische Azul zu zweit gut spielbar ist. Meine Erwartungen waren aber nicht hochgesteckt. Und wir wurden beide überrascht. Im Grunde findet sich auch hier wieder das gleiche Spielprinzip der Azul-Reihe. Ich nehme alle Steine einer Farbe von einem der ausliegenden Plättchen, platziere sie auf meinem Spielbrett und darf, wenn am Ende die Reihe gefüllt ist, eins davon „rechts“ auf meinem Fliesenboden einbauen. Hier ist schon mal ein großer Unterschied: der Boden rechts existiert erstmal nicht. Zusätzlich zur „Steine nehmen“ Aktion wählt man in den ersten 5 der insgesamt 6 Runden auch zweimal die Aktion „Bodenplättchen nehmen“. Darauf abgebildet: 4 Plätze in verschiedenen Farben, die man einbaut. Man baut sich sich sein Muster somit selbst. Zusätzlich gibt es noch, nachdem auch alle Plättchen aus der alt bekannten Mitte genommen wurde, Bonusplättchen, die einem später ermöglichen, diese oft eine fehlende Fliese einer Reihe zu ergänzen. Als dritte Neuerung: eine Art Spezialfliese. Einige der Bodenplatten haben auf einem der vier Plätze einen Raum für diese eine Fliese, die automatisch mit ihr belegt wird, wenn die anderen drei befüllt wurden. Dafür erhalt man je nach Reihe Zusatzpunkte sowie die klassischen Punkte wie auch beim normalen Platzieren einer Fliese. Wir haben in unserer ersten (vollständigen) Partie, die etwa 30 Minuten, ging keine großen Gedanken über die Platzierung der Bodenplatten gemacht. Und haben damit einen Fehler nach dem anderen begangen. Ich denke, hier steckt einiges drin. Das geht weiter über das „bisschen Gefliese“ des Klassikers hinaus. Man kann hier ziemlich taktisch spielen. Auch wenn es damit den Anspruch im Vergleich zum ersten Spiel damit deutlich anhebt. Aber das gefällt mir wirklich sehr. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass das Spiel noch in diesem Jahr den Weg in mein Spieleregal finden wird und damit auch auf den Spieletisch. Es ist auf der Messe verfügbar, für 25 €. Aber ich hatte so gar keine Lust, mich eine halbe Stunde anzustellen, um dann durch diverse Irrwege in den großen Asmodee Store zu kommen. Da wähle ich die bequeme Variante und bestelle es von der Couch… ich kenne da so eine Seite, die vergleicht Preise für Brettspiele. Vielleicht schaue ich mal dort ;)

Insurrection

Kurz vor Schluss, gegen viertel nach sechs, haben wir noch einen freien Tisch bei Boite de Jeu, in Halle 7, geschnappt. Die Gestaltung der Karten hat uns gefallen. Im Spiel sammeln wir über mehrere Runden Karten und versuchen damit, am Ende die meisten Siegpunkte zu sammeln. Pro Runde spielen wir eine der Karten aus unserer Hand aus, derjenige mit der höchsten Initiative beginnt. Wir tauschen diese Karte mit eine der ausliegenden Karten, die ebenfalls von Runde zu Runde wachsen, aus und optimieren damit unsere Hand. Die meisten Karten sind dahingehend zweigeteilt, dass sie entweder viele Punkte geben, wenn „die Guten“ gewinnen, die anderen bringen eben mehr Punkte, wenn „die Bösen“ gewinnen. Im Laufe des Spiels sollte man schauen, wie sich das Ganze entwickelt. Denn das kann man durch geschicktes Legen und Nehmen beeinflussen. Klingt etwas verwirrend, aber würde ich darauf jetzt tiefer eingehen, kann ich euch direkt die Anleitung zum Spiel selbst abschreiben. In Summe ein schönes, kniffliges und schnelles Kartenspiel, das man auch mit vier Personen in recht kurzer Zeit runterspielen kann. Mit gerade mal 20 € somit definitiv keine falsche Investition.

In diesem Sinne beende ich die Berichterstattung für heute und werde mich nun hoffentlich in einen deutlich besseren Schlaf als den der beiden Nächte zuvor begeben. Morgen steht für mich der letzte Tag auf der Messe an, am Abend geht es wieder nach Hause. Einen konkreten Plan gibt es nicht. Ich würde allerdings gerne Druids of Edora spielen, dem neuen Feld-Titel bei Alea. Nachdem ich heute knapp einen Platz verpasst habe versuche ich morgen mein Glück. Es soll jedoch morgen sehr viele Tisch geben, an denen nur dieses Spiel erklärt und gespielt wird. Daher bin ich zuversichtlich.

Gute Nacht und bis morgen (wobei aufgrund der Heimfahrt morgen Abend die Zusammenfassung von Tag 3 sicher erst am Sonntag vormittag kommen wird).

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  1. Avatar von Maverick
    Maverick
    25. Oktober 2025 9:39

    Danke!

  2. Avatar von DynamiteDolphin
    DynamiteDolphin
    25. Oktober 2025 10:25

    Top. Danke Dir & einen schönen abschließenden Messetag!

  3. Avatar von Esit
    Esit
    25. Oktober 2025 11:01

    Danke

  4. Avatar von PinboardUser19305
    PinboardUser19305
    25. Oktober 2025 14:03

    Gibts es einen guten Dungeon Crawler in Aussicht? Hätte gerne einen auf Deutsch.

  5. Avatar von Fischer D
    Fischer D
    25. Oktober 2025 15:39

    Wir haben am Donnerstag Abroad gekauft und seitdem jeden Abend gespielt. Spiel der Messe!

Zuletzt aktualisiert: 15.12.2025 06:07