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Neues Jahr. Neue(s) SPIEL. Auch 2025 habe ich mich, trotz anfänglicher Skepsis, wieder dazu entschieden, den Weg nach Essen anzutreten und mich durch die inzwischen ausverkauften Hallen zu schieben. Der Tag begann zwar wie in den letzten Jahren sehr früh, aber doch mit einigen Unterschieden zu den vorherigen Jahren. Zum Einen bin ich nicht alleine gefahren. Dirk, der Würfelmagier, hat mich auf dem Weg begleitet und mir für die – kommen wir zu Unterschied Nr. 2 – die doch sehr lange Fahrt die Langeweile genommen. Normalerweise fahre ich die Strecke in ca. 2h 45 min. Heute haben wir, obwohl wir um 6 Uhr losgefahren sind, nochmal eine halbe Stunde länger gebraucht. Es war sehr viel los auf den Straßen, es herrschte ein unglaubliches mieses Wetter. Zeit für ein Frühstück war dann nicht mehr. Stattdessen haben wir uns Taschen bestückt mit etwas Knabbereien und Trinken und sind in die Hallen gewandert.
In diesem Jahr wurde eine weitere Halle – Nummer 7 – mit in die Runde aufgenommen. Gefühlt hat es, trotz ausverkauftem Ticketkontingent, wirklich geholfen. Es gab den Tag über immer mal wieder kleinere Staus, ganz besonders natürlich in Halle 3, aber im Großen und Ganzen konnte man den Tag über eigentlich recht bequem durch die Hallen schlendern.
Movie Fight
Genau dies haben wir auch getan und sind recht früh, aufgrund eines freien Tischs bei Pink Troubadour hängen geblieben. Angesprochen hat uns speziell das Cover von Movie Fight. Bei dem kleinen Kartenspiel handelt es sich um ein lockeres Spiel auf Familienniveau, bei dem ihr Runde um Runde in eurem eigenen zweistöckigen Kino Filme und Besucher ausspielt. Jeder der Besucher hat natürlich gewissen Vorlieben an Filmen und Ansprüche an das Equipment. Der Kniff dabei: die Karten sind zweigeteilt. Spielt ihr sie auf die linken Seite wählt ihr die Besucher, spielt ihr sie auf die rechte Seite repräsentieren sie einen Film. Oben drauf könnt ihr diese Karten noch „aufwerten“, um ihnen weitere Eigenschaften zu geben (beispielsweise die „3D Brille“), die wiederum die Ansprüche der Kunden befriedigen sollen. Alles in allem ein schnelles, unkompliziertes Spiel. Wer hier riesigen Tiefgang sucht, ist falsch. Trotzdem sollte man seine Karten schon mit etwas System aussuchen, um am Schluss eben auch die meisten Punkte abzugreifen. Offiziell ab 8 Jahren… ich denke, ich werde das mal mit meiner Tochter ausprobieren. Das sollte sie hinbekommen.
Nette Anekdote: um 10:20 Uhr hat uns der Erklärbär darauf aufmerksam gemacht, dass sie auch Bier hätten. Nach einer kurzen Überlegung („Können wir um die Zeit schon ein Bier trinken?“) haben wir zugestimmt.
Pondscape
Das nächste Spiel war dann schnell gefunden… wir sind aufgestanden und haben uns am Tisch direkt nebendran niedergelassen. Pondscape war das Spiel unserer Wahl. Aus Sicht des Erklärers das im Vergleich etwas komplexere Spiel. Dem ist auch so. Vorab: das Spiel gibt es bei Pink Troubadour, im Vergleich zu Movie Fight, nur in Englisch. Allerdings könnt ihr die komplette lokalisierte Version unter dem Namen Froschreich bei MM Spiele kaufen, zum gleichen günstigen Preis von gerade mal 20 €, Promo inklusive. Ebenfalls sehr schön illustriert siedelt sich das Spiel doch an ganz andere Stelle ein. Wir stellen Runde um Runde unseren eigenen Teich zusammen, bestehend aus – man glaubt es kaum – Fröschen, Pflanzen und Wasserelementen. Wir ziehen erneut eine Karte und spielen dann diese, oder eine unserer anderen Handkarten in ein Raster aus 5×3 Karten. Dabei sollte man darauf achten, dass – mit Ausnahme einer einzigen – die verschiedenen Spezies gruppiert liegen. Natürlich haben diese auch unterschiedliche Anforderungen an Nachbarn. Man versucht somit das Spiel über den Teich so zu gestalten, dass alle glücklich sind. Punkte gibt es am Ende für eben jene Gruppen, die jedoch nur in die Wertung kommen, wenn die angesprochenen Bedingungen auch erfüllt sind. Es gibt noch Wertungen für unterschiedliche Pflanzenarten sowie einige andere Dinge. Auch hier ein schönes Spiel, dass ich jedoch eher bei erfahrenen Familien sehe. Eventuell sogar im unteren Kennerspielbereich. Interessanterweise liegt die offizielle Altersangabe nochmal ein Jahr unter der von Movie Fight. Aber ich halte es für mutig, dieses Spiel einem 7-jährigen beibringen zu wollen.
Dirt & Dust
Nach den zwei Spielen in Halle 4 sind wir dann in Halle 6 gelandet. Dirk hatte Interesse an Dirt & Dust. Und – wer mag nicht diese absurden Rallys mit Höchstgeschwindigkeit durch die Landschaften, Wälder und engen Gassen? Ich jedenfalls schaue das doch immer mal sehr gerne, auch wenn ich es faszinierend finde, wie man hierbei nicht direkt nach Kurve 1 im Graben hängt. Spoiler: diesen Nervenkitzel hat mir das Spiel nicht ganz gegeben. In einer verkürzten Demorunde wurde uns das Spiel recht flott erklärt. Es ist nicht vergleichbar mit einem Heat oder anderen Spielen aus dieser Kategorie. Hier geht es hauptsächlich um das Optimieren des eigenen Fahrzeugs. Aus einem Set an Karten wählt man einige aus, spielt sie aus und nutzt dann seine eigenen Würfel, um diese Karten auch zu aktiveren. Das gelingt natürlich nicht immer. Schön fand ich, dass die Karten liegen bleiben und erst Runde für Runde wieder aus der Auslage wandern. Das ermöglicht zwar zum Einen das erneute Nutzen, blockiert aber die auf sechs Plätze beschränkte Auslage. Ganz gut rüber gebracht sind die Schäden, die man sich natürlich in einem Rennen zuziehen kann. Da muss man mehr Geld zahlen für neue Teilekarten, man muss weiter in der Kurve einlenken, usw. Pro Runde kann man zumindest an einem Teil einer ausgelegten Rennstrecke teilnehmen und sich damit auch Siegpunkte erfahren. Im Großen und Ganzen fande ich das Spiel jedoch sehr solitär. Es ist am Ende vollkommen egal, was die anderen Spieler machen. Lediglich die Fame-Wertung beeinflusst die Vergabe eines Zusatzwürfels, den nur derjenige bekommt, der durch spektakuläre Unfalle oder Aktionen die Gunst der Zuschauer erfahren hat. Materialtechnisch kann man hier nicht meckern. Das sieht alles gut aus und fühlt sich auch gut an. Macht sich aber natürlich auch im Preis bemerkbar. Ich meinte, 55 € musste man investieren, aber ich erinnere mich nicht mehr genau.
Point Galaxy
Für mich alleine ging es dann kurz weiter in Halle 3. Dirk hat kurzfristig einem sehr vollen Stand bei den Jungs und Mädels von Boardgamecircus ausgeholfen.
Auf meiner Leiste recht weit oben stand Point Galaxy, das neue Spiel der Autoren von Punktesalat. Es handelt sich hier ebenfalls um ein einfacheres Kartenspiel, dass einen doch an manchen Stellen zum Nachdenken zwingt. Zumindest, wenn man um den Sieg spielen möchte. Einige Anleihen aus Punktesalat findet man auch hier. Man zieht aus einem Set von Karten reihum je zwei Karten. Die Auslage besteht aus sechs Planeten mit verschiedenen Farben und Zahlen. Außerdem gibt es noch Monde, Sonnen, Asteroiden und Wurmlöcher. Ziel des Spiels ist es, durch geschicktes Platzieren der Karten, möglichst viele Punkte zu machen. Dabei gibt es Punkte für unterschiedliche Karten pro Sonnensystem (es gibt die Zahlenwerte 1-7, die in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge gespielt werden müssen). Jede Sonne wiederum bringt Punktesalat typisch nochmal Punkte für eine gewisse Kombination aus Planeten oder anderen Symbolen. Es gibt Punkte für Monde, die ebenfalls in ein Sonnensystem gespielt werden, aber Anforderungen an die darüber oder darunter liegende Karte haben. Bei Asteroiden zählt am Ende die Mehrheit und Wurmlöcher kann man nutzen, um im Nachgang übersprungene Zahlenwerte doch noch in ein Sonnensystem zu packen. Gespielt wird über mehrere Runden, in ca. 30 Minuten ist man damit auch durch. Hat mir persönlich sehr gut gefallen und war das erste Spiel, dass ich eingepackt habe für den Tag. Derzeit gibt es keine deutsche Version, wobei die Karten selbst nahezu sprachneutral sind. Mit ein wenig Englischkenntnissen versteht man auch die kurze Regel. Ich habe nachgefragt: noch gibt es keine geplante deutsche Version. Möglicherweise springt da Pegasus erneut ein und lokalisiert hier? Wir werden sehen.
Propolis
Man glaubt es kaum, aber bereits wenige Minuten danach wurde der nächste Tisch nebenan frei. 4 Spiele in so kurzer Zeit ist wirklich sehr, sehr gut. Propolis hatte ich ebenfalls auf meiner (doch sehr kurzen) Liste. Mich hat die Optik und das Thema angesprochen. Bei Propolis handelt es sich um ein Worker-Placement (oder besser: Bee-Placement). Reihum platzieren wir unseren Bienen-Meeples auf verschiedenen Landschaftskarten, sammeln damit Rohstoffe, die wir wiederum in Gebäude investieren können. Die bringen uns zum einen Siegpunkte – allerdings keine absolute Werte, sondern in der Kategorie „2 Punkte pro Gebäudetyp A“, zum anderen produzieren einige davon auch dauerhaft Rohstoffe, die uns somit den Kauf weiterer Gebäude erleichtern. Außerdem sollte man beim Platzieren der Bienen auf den Landschaften etwas auf Mehrheiten achten, der Sieger der Mehrheiten bekommt einen Rohstoff-Joker. Von Zeit zu Zeit wandern einige unserer Bienen beim Bau von Gebäuden in diesen Bienen-Himmel, wir können aber natürlich auch wieder Nachwuchs anlocken. Schnell erklärte Regeln, ganz hübsches Material. Aber mir hat es letztendlich nicht gefallen. Es war mir zu unübersichtlich und ein ständiges „Welches Gebäude baue ich jetzt, welche Rohstoffe brauche ich dafür, wo setze ich meine Bienen hin?“. Dazu kommen dann im Laufe des Spiels produzierende Gebäude. Es war ein ständiges „Ich brauche noch drei von den blauen, ach nee. Nur 2. Und zwei gelbe. Oh Mist, jetzt hat mir der anderen das Gebäude weggekauft. Nehme ich das! Nee, das ist vom Typ A, ich brauche aber eher C für die Siegpunkte“. Zu wild und durcheinander aus meiner Sicht für so ein eher kleineres Spiel.
Baghdad: The City of Peace
Inzwischen ist es früher Nachmittag. Der Magier und ich haben wieder den Weg zueinander gefunden. Beim Ablaufen der Halle 3 sind wir am Stand von Alley Cat Games vorbeigelaufen. Ich sehe das große Banner von Baghdad und sage noch zu Dirk: Schau mal, das habe ich auch auf meiner Liste. Können wir morgen mal schauen! Da deutet er nur auf einen gerade freigewordenen Tisch: „Lass es uns doch direkt ausprobieren!“ Gesagt getan, platziert, zwei weitere Mitspieler gesucht und schon konnte es losgehen. Auf dem großen Plan befindet sich in vier Viertel unterteiltes Stadtzentrum, mit dem noch zu bauenden Palast in der Mitte. Bin ich am Zug wähle ich aus meinen Handkarten eine aus und platziere sie auf meinem Spielerboard. Die Karten selbst zeigen verschiedene Symbole im oberen Bereich und einen Bonus im unteren. Danach setzen wir unsere Spielfigur ein. Dabei bestimmen das (oder die) nun sichtbaren Symbole auf den ausgespielten Karten unsere Aktionsauswahl. Wir können bauen (der Palast und auch Baghdad selbst muss fertig werden), wir bewegen unser Schiff für etwas Handel. Im Laufe des Spiels bewegen wir uns immer im Uhrzeigersinn durch die Stadt. Nach dem Arche Nova Prinzip bleibt die Karte aus der vorherigen Runde im Spiel und wird nach rechts geschoben. Somit werden unsere Aktionen Runde für Runde vielfältiger (und mächtiger). Ist auch nötig, denn braucht man zu Beginn lediglich einen „Stein“ zum Bauen sind es ab dem zweiten Gebäude bereits „zwei“ usw. Nach der vierten Runde fällt die erste Karte rechts vom Board und wir erspielen uns damit einen neuen Bonus. Zum Abschluss des Spielerzugs ziehen wir eine neue Handkarte und es beginnt von vorne. Die Regeln sind, auch wenn man nach Blick auf die Tischpräsenz anderes erwartet, am Ende ziemlich simpel. Die Erklärung war in keinen 15 min durch, ein paar Kleinigkeiten während des Spiels erklärt. Auch hier gab es eine verkürzte Demo-Runde, die aber vollkommen ausreichend war, um einen Ersteindruck zum Spiel zu bekommen. Mir hat es richtig gut gefallen. Da steckt einiges dahinter. Die richtigen Karten auszuwählen, danach die passenden Aktionen durchzuführen. Und wie schon erwähnt: auch optisch her echt toll. Allerdings mit 75 € natürlich auch erstmal ein Wort. Sicher rechtfertigt aufgrund des Materials, das Spiel kommt noch mit einigen weiteren Modulen, die für die Demo aber weggelassen wurden.
Popcorn
Zum Abschuss des Tages konnte ich ein weiteres Spiel meiner Liste abhaken. Es handelt sich um ein weiteres Spiel mit dem Thema „Kino“. Wobei Movie Fight, der erste vorgestellte Titel, ja wirklich nur ein Zufallstreffer war. Im neuen Titel von IELLO sind wir jedoch ebenfalls Besitzer eines Kinos. Wir sprechen hier nicht von einem kleineren Kartenspiel, das Spiel fährt da etwas größer auf. Kleine Pappbecher fürs Popcorn, das den Siegpunkten entspricht, Double-Layer-Boards, viele bunte Meeples. Ansonsten sind die Aufgaben ähnlich, wenn auch deutlich komplexer als im ersten Spiel. Wir sind Besitzer eines Kinos, zu Beginn mit zwei Sälen und kaufen in jeder Runde neue Filme und (und größere) Sitze für unsere Gäste. Danach werden eine Handvoll Meeples aus unserem kleinen Stoffsäckchen gezogen. Diese Kinogäste platzieren wir dann auf ihren Sitzen, deren Farben entsprechen hierbei den eigenen Vorlieben (die grünen freue sich eben über die „grünen“ Filme). Die Filme selbst sind übrigens keine „echten“ Titel aber durchaus witzige Adaptionen bekannter Filme. Jeder besetzte Platz gibt uns eine Aktion („du bekommst 1 Geld“, …). Passt die Farbe des Meeples zum Kinositz darf ich zusätzlich eine Filmaktion ausführen. Ist das alles erledigt wandert unsere Meute in den Exit-Bereich. Die Filme werden abgewertet, Runde für Runde wird eine der Filmaktionen abgedeckt. Das simuliert etwas die Lebenszeit eines Kinofilms. Nach mehreren Wochen will den ja keiner mehr sehen. Schön sind die kleinen fiesen Interaktionen. Da wirbt man mal Besucher bei anderen ab oder schickt die weißen Meeples, die zwar eine Sitzaktion ausführen aber sonst nichts in andere Spielersäcke. Das Spiel ist vom Anspruch her auch eher im Bereich Familie gesetzt, es macht wirklich Spaß. Wie oft ärgert man sich, dass man nun doch trotz vier grüner Sitze alles aus dem Beutel gezogen hat, nur keine grünen Meeples. Die Filme, die schick in das Board von oben eingeschoben werden. Die ganze Aufmachung überzeugt und wirkt auch auf dem Tisch wirklich toll. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, es einzupacken, hab es aber erstmal auf die „Warteliste“ gesetzt. Vielleicht lege ich es mir im kommenden Jahr zu, erstmal habe ich ein Kino-Spiel.
Damit beende ich den Bericht von Tag 1. Begonnen habe ich mit dem Beitrag gestern Abend, nach einem leckeren Schnitzel und einer weiteren Partie Point Galaxy mit Dirk im Hotel aber um halb 12 musste ich dann erstmal pausieren. Viel zu müde. Leider war die Nacht auch wirklich bescheiden, ich schlafe selten die erste Nacht in einem Hotel wirklich gut. Bin wach seit viertel nach vier und habe seitdem immer mal wieder gedöst. Ich packe mich jetzt in die Dusche (ja… und leider muss man sagen, dass das gestern bereits auch wieder einige mehr hätten tun sollen), dann brauche ich Frühstück, Kaffee oder mal etwas mehr Push in Form eines Energydrinks.
Mal schauen, was der Tag heute so bringt.




Danke Sascha für das Schildern deiner Eindrücke. Ich selbst bin ja nicht sooo ganz tief in der Brettspiele-Bubble, daher finde ich deine Berichte sehr spannend. Viele Späße auch für Tag zwei und trink nicht so viel von der Zuckerplörre.. ;)
Ich freue mich auch jährlich auf die Berichte.
Vielen Dank für die Mühe. 😊
Vielen Dank für deine Berichte. Es macht Spaß bei deinem Messebesuch quasi live dabei zu sein ;-)
Die Anfahrt ist eine Katastrophe, egal ob Auto oder Bahn. Gestern mit der Bahn. Die Essener Verkehrsbetrieben sind zu Stoßzeiten mit den Massen schlicht überfordert. Die DB hat ja „Deutschland Geschwindigkeit“. Kommt irgendwann, fährt irgendwann. Spiel Essen Check in online schnell und problemlos um 10:15. Klappt gut. Thema Schließfach für Zwischenlagerung der gekauften Spiele weniger. 10:15 alle weg. Also Tüten und Taschen an der Garderobe abgeben für Stück €3.00. Wegen einer Halle mehr diesmal gemütlich voll. Großes Plus zum letzten Mal. Gefühlt wurde diesmal viele Neuigkeiten gekauft. Die Händler hatten überall gut zu tun. Arnak „limitierte“ Bigbox am CGE Stand gekauft. Die Schlange ca. 100 Meter = 20 Minuten warten. Viele nette kleine Verlage mit Mini-Stand abseits der Menge. Preise der Gastronomie wie letztes Jahr. Dieses Jahr war’s in Ordnung. Wenn nur die Anfahrt nicht wäre.
Generell immer mehr viele kleinere Verlage mit kleineren Erstauflagen und erstaunlich guten Produktionen.
Voynich Puzzle Salt + Pepper
Orloj Perro Loko Games
Rewild South America Treecer
um mal ein paar zu nennen.
Die zusätzliche Halle hat sich wirklich positiv ausgewirkt, zu Anfang war es so leer wie früher an Donnerstagen als die Messe noch nicht regelmäßig in den Herbstferien lag. Vor allem Halle 3 war allerdings am Nachmittags dann doch wieder extrem voll, obwohl einige der größeren Verlage ja umgezogen sind. Wegen der Umzüge gab es auch leichte Orientierungsprobleme. Die Zeiten für Schnäppchenjäger scheinen leider endgültig vorbei. Die „Messepreise“ der Verlage liegen durchweg über den Preisen im Netz, zum Teil deutlich. Der Anzahl der Händler hat weiter abgenommen und viel Wettbewerb ist nicht mehr zu sehen, die Preise überall nahezu gleich und auch kaum oder gar nicht unter denen der Verlage. Auch Titel aus den letzten Jahren überwiegend zum Vollpreis. Bei Elznir konnte man im „Sale“ einige Raritäten zu Scalper-Preisen erwerben. Insgesamt deshalb nie so wenig an einem Donnerstag gekauft wie in diesem Jahr, dafür aber mehr gespielt, auch nicht verkehrt. Mal sehen, wie es am Sonntag ist…
Boardgame raccon mit dem Spiel zwischen Licht und Schatten braucht mehr an Aufmerksamkeit!
Wir haben es auch vom begeisterten Autor erklären lassen und gekauft.